Die Kirchlichen Umweltauditor*innen - Ihre Begleitung, Betreuung und Beratung auf dem Weg zum Grünen Gockel

Was sind Kirchliche Umweltauditor*innen?

Kirchliche Umweltauditorinnen und Umweltauditoren sind ehrenamtliche Mitarbeitende jeglichen  Alters (ab 18) und aus allen Berufen, Männer und Frauen, aktiv in der Kirchengemeinde oder auch nicht, Kirchgän-ger*in oder auch nicht, …

Es sind Menschen, die sich kirchlich engagieren wollen und für die „Umwelt“ das Thema ist, das angesprochen hat.  Sie finden es gut, dass Kirche sich konkret in der Bewahrung der Schöpfung engagiert. Sie haben Erfahrungen in der Mitarbeit in Gruppen und / oder im Bereich von Umweltfragen. Sie wollen sich in der Kirche engagieren.

Die Ausbildung und die Arbeit als Kirchliche/r Umweltauditor*in bietet Qualifikationen, die im persönlichen, beruflichen, kirchlichen Alltag nützen,

Die kirchlichen Umweltauditor*innen tragen bei, die Erde für nachfolgende Generationen bewohnbar zu halten, arbeiten mit an der Entwicklung der Kirche, unterstützen das Ziel, kontinuierliche Verbesserung umweltgerechten Handelns in allen Kirchengemeinden umzusetzen

 

Die Ausbildung dauert in der Regel 9 volle Tage (verteilt auf 2 Wochenenden und 5 einzelne Tage) und zusätzlich die praktische Begleitung einer Kirchengemeinde als Praxiserprobung des Gelernten.  Die Ausbildung schließt ab mit einem Kolloquium und der Beauftragung in einem Gottesdienst.

 

Kirchliche UmweltauditorInnen unterstützen, beraten und begleiten Umweltteams von Kirchengemeinden im 1. Jahr des Starts mit dem Grünen Gockel – vom Beschluss des Kirchengemeinderats bis zur 1. Validierung.

Danach stehen sie für gelegentliche Beratung weiter zur Verfügung, zum Beispiel für die jährlichen internen Überprüfungen u.ä.

 

Kirchliche UmweltauditorInnen erhalten Fahrtkostenerstattung und eine minimale Aufwandsentschädigung, die die Kirchengemeinde übernimmt. Nach erfolgreicher Erstvalidierung werden diese Kosten der Kirchengemeinde von der Geschäftsstelle Grüner Gockel erstattet.

 

Kirchliche UmweltauditorInnen besuchen mindestens eine Fortbildungsveranstaltung pro Jahr, die durch die Geschäftsstelle Grüner Gockel angeboten wird.

Es gibt Fortbildungen zu Neuerungen in der Verordnung, zu einzelnen Punkten im Umweltmanagementsystem, zu einzelnen Umweltaspekten, zu Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsformen, …

 

Vermittelt werden die Kirchlichen UmweltauditorInnen durch die Geschäftsstelle Grüner Gockel – Umweltmanagement in Kirchengemeinden in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg: helga.baurdontospamme@gowaway.rlk-wue.de

Kirchliche Umweltrevisor*innen - Wer Ihr Umweltmanagementsystem regelmäßig begutachtet

 

Die Kirchlichen Revisor/innen 

Die Kirchlichen Umweltrevisor*Innen validieren und zertifizieren Kirchengemeinden auf dem Weg zum umweltgerechten Handeln, wenn diese ein Umweltmanagementsystem aufgebaut haben, eine Umweltprüfung durchgeführt, sich Umweltleitlinien gegeben, ein Umweltprogramm erarbeitet haben, Beteiligung aller Interessierten ermöglichen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und auf dem Weg der ständigen Verbesserung sind. 

Beschrieben ist dies in der Kirchlichen Umweltmanagementverordnung der Württembergischen Landeskirche (KUMV) vom Oktober 2005. Diese kirchliche Verordnung ist analog der jeweils gültigen EMAS-Verordnung der europäischen Union (eco management and audit scheme). Qualitativ ist der Grüne Gockel EMAS ebenbürtig. 

Wichtig:     GutachterInnen bzw. (Kirchliche) UmweltrevisorInnen validieren nicht die Gemeinden, die sie begleiten und beraten (haben). Ebenso gilt die Vereinbarung, dass (Kirchliche) UmweltrevisorInnen nicht in ihren Heimatkirchenbezirken ihre Tätigkeit ausüben. 

Die Unterschiede EMAS-Gutachter*in und Kirchliche/r Umweltauditor*in:

1.     Gemeinden, die nach KUMV begutachtet werden, werden von (meist) ehrenamtlichen „Kirchlichen UmweltrevisorInnen“ begutachtet. Diese  erhalten dafür ein Honorar. Diese ehrenamtlich Mitarbeitenden haben eine Ausbildung zur Kirchlichen Umweltauditorin / zum Kirchlichen Umweltauditor (KUA) gemacht, mindestens 2 Gemeinden auf dem Weg der Einführung als KUA selbst begleitet, beraten und unterstützt sowie eine Zusatzausbildung gemacht. Diese Zusatzausbildung bietet KirUm (kirchliches Umweltmanagementnetzwerk) an. Oder sie haben eine Ausbildung als UmweltgutachterIn (mit den in der EMAS-VO benannten notwendigen Voraussetzungen). 

Für den Bereich der württembergischen Landeskirche werden sie durch den Fachausschuss für Energiemanagement und Umweltaudit im Auftrag des Umweltrates der Evangelischen Landeskirche in einem Zulassungsgespräch als UmweltrevisorInnen zugelassen 

Gemeinden, die nach EMAS begutachtet werden, werden von Gutachtern bzw. Gutachterinnen validiert, die ebenfalls extra dafür ausgebildet sind, bei der Deutschen Akkreditierungsgesellschaft (DAU) eine Prüfung ablegten und für den Bereich der Kirchengemeinden / Kindertageseinrichtungen zugelassen sind bzw. für die entsprechenden Bereiche, die hier auftauchen (siehe auch EMAS-VO, Kapitel V, Artikel 18 ff 

2.     Kirchengemeinden nach EMAS erhalten 2 Zertifikate, das EMAS- und das Grüne-Gockel-Zertifikat. Sie lassen sich bei der IHK registrieren und werden in die EMAS-Liste der EU aufgenommen.  Diese Liste finden Sie unter www.emas.de/teilnahme/wer-hat-schon-emas/. Und sie werden gleichzeitig in der landeskirchlichen Liste über die Geschäftsstelle Grüner Gockel registriert. Kirchengemeinden nach KUMV werden über die Geschäftsstelle Grüner Gockel in der landeskirchlichen Liste registriert. Diese Liste finden Sie im Internet unter www.umwelt.elk-wue.de 

3.     Kirchengemeinden nach EMAS erhalten ein Schild mit EMAS + Grünem-Gockel-Logo + der EMAS- sowie Grünen-Gockel-Registriernummer. Kirchengemeinden nach KUMV erhalten ein Schild mit dem Grünen Gockel-Logo und der landeskirchlichen Registriernummer.

4.     Es gibt sprachliche Unterschiede: Bei EMAS heißt der Bericht für die Öffentlichkeit am Ende der 1. Phase und dann alle 4 Jahre „Umwelterklärung“, bei KUMV „Umweltbericht“. Bei EMAS heißt der/die, der bzw. die die Gemeinde bzw. deren Umweltmanagement begutachtet, „Gutachter/in“, nach KUMV „Kirchliche/r Umweltrevisor/in“.  

Diese und weitere Informationen finden Sie auf dem Webauftritt des Grünen Gockels.