EKD (Evangelischen Kirchen) hält an ihrem Klimaziel 2020 fest und Politik soll am Klimaziel festhalten

EKD-Umweltexperten fordern von der künftigen Bundesregierung entschiedene Schritte und die Synode der EKD wiederholt ihre Bitte an die EKD, die Gliedkirchen und Werke, bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der CO2-Emissionen um insgesamt 40 % anzustreben.

Die Synode bittet den Rat der EKD, der Bundesregierung und den Bundestagsparteien die im Synodenbeschluss genannten Eckpunkte für eine konsistente Klima- und Energiepolitik in Erinnerung zu rufen.

Deutschland, das nun umso mehr eine Vorreiterrolle einnehmen müsste, steht in der Gefahr, sein Klimaziel für das Jahr 2020 deutlich zu verfehlen. Das Bundesumweltministerium hat berechnet, dass bis 2020 eine Treibhausgasreduktion von nur 30 - 32,5 % erreicht wird statt der von der Bundesregierung beschlossenen 40 % (Basis 1990).

Sie bittet darüber hinaus, bei den politischen Verantwortungsträgern darauf hinzuwirken, zeitnah ein Klimaschutz-Sofortprogramm für die Jahre 2018 bis 2020 aufzulegen, damit bis 2020 das vereinbarte Klimaziel einer Treibhausgasreduktion von 40 % noch erreicht werden kann. In diesem Sofortprogramm sollte das sozialverträgliche Auslaufen aller Kohlekraftwerke, die bereits eine Laufzeit von über 30 Jahren haben, enthalten sein, flankiert durch Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungsicherheit.

Presseerklärung der EKD vom 15.01.2018

Die Synode der EKD wiederholt ihre Bitte an die EKD, die Gliedkirchen und Werke, bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der CO2-Emissionen um insgesamt 40 % anzustreben.

Zeitgleich zum 23. Weltklimagipfel in Bonn tagte die 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 4. Tagung zum Engagement für Klimagerechtigkeit.

Die Synode der EKD bittet die EKD, die Gliedkirchen und Werke:

  • verbindliche Klimaschutzziele bis 2030 festzulegen und den Klimaschutzkonzepten eine hohe Priorität einzuräumen;
  • ausreichende Finanzmittel zur Erreichung der Klimaschutzziele insbesondere für investive Maßnahmen im Gebäudebereich zur Verfügung zu stellen;
  • Konzepte nachhaltiger Mobilität und ökofairer Beschaffung umzusetzen;
  • die Beratungs- und Bildungsarbeit im Bereich Klimaschutz nach Auslaufen der Förderung durch die nationale Klimaschutzinitiative aufrecht zu erhalten.

Die Synode bekräftigt ihre Bitte an die EKD, die Gliedkirchen und Werke, ihr Anlagekapital im Zuge einer nachhaltigen Anlagestrategie aus Branchen der fossilen Energieträgergewinnung und Energieerzeugung sukzessiv abzuziehen.

Das Präsidium der Synode wird gebeten, zusammen mit dem Umweltbeauftragten der EKD ein Konzept für die klimaneutrale, ressourcenschonende Durchführung der Synodaltagungen einschließlich der Hoteldienstleistungen zu entwickeln. Insbesondere sollten dabei die Reduzierung des Papierverbrauchs, die Vermeidung von Wegwerfmaterialien sowie die Versorgung mit fair gehandelten, ökologischen Lebensmitteln berücksichtigt werden. 

Beschluss der Synode der EKD vom 15.11.2017