Altarschmuck aus dem Kirch-(Garten)

Regional und fair

Durch die Auswahl des Blumenschmucks kann eine Gemeinde zeigen, dass es ihr ernst mit der Schöpfungsverantwortung ist. Ideal ist es, wenn der Blumenschmuck aus dem Kirchgarten bzw. der Region stammt. Blumen, die mit dem Flugzeug aus fernen Ländern zu uns gebracht werden sind zwar billig. Aber der Anbau ist in der Regel dort weder sozial- noch umweltverträglich. Achten Sie doch daher möglichst beim Einkauf auf fair (und/oder ökologisch) erzeugte und gehandelte Schnittblumen. Fairtrade-Rosen z. B. werden immer häufiger beim Floristen und auch im Supermarkt angeboten.

 

 

 

Ein Garten für unsere Kirche – Rosen, Tulpen und Narzissen

Nicht nur an Ostern wird der Altar und übrige Kirchenraum in besonderer Weise geschmückt. Auch sonst darf Blumenschmuck nicht fehlen. Durch die Auswahl kann eine Gemeinde zeigen, dass es ihr ernst mit der Schöpfungsverantwortung ist. Wenn möglich sollte dieser der Jahreszeit und vor allem dem Kirchenjahr (Symbolwert der Blumen und Pflanzen) entsprechen. Versuchen Sie es doch mal mit Schnittblumen in einer eigens angelegten Rabatte und Zweigen aus einer Hecke im Kirchgarten: Für eine kleine (Kopf-)Weide müsste Platz im kleinsten Garten sein. Sie ermöglicht das Schneiden von Palmkätzchen zur Osterzeit. Gleichzeitig ist sie mit ihrem Nektar und Pollen ganz wichtig als erste Nahrung für Insekten. Wichtig: Weidenkätzchen stehen in der freien Natur wegen dieser wichtigen Funktion unter Naturschutz. Neben und unter die Kopfweide kann man im Herbst Narzissen- oder Tulpenzwiebeln pflanzen. Besonders die einfachen (und botanischen) Sorten kommen jedes Jahr wieder, wenn man die Blätter nicht komplett abschneidet sondern eintrocknen lässt. Auch eine gegen Pilzkrankheiten resistente Weinrebensorte wie Muskat bleu ist pflegeleicht. Wenn man einmal im Jahr einen Rückschnitt macht bringt sie schöne Trauben und Ranken, z. B. zur Dekoration für das Erntedankfest. Ab März können in sonnige Lücken im Blumenbeet rund um die Kirche Ringelblumen gesät werden. Im Sommer bildet sich dann ein orangenes Blütenmeer. Zudem verbessern die anspruchslosen Ringelblumen den Boden und halten Schnecken und Fadenwürmer fern. Ebenfalls ab März können Sonnenblumen im Topf vorgezogen werden oder ab April dann direkt an Ort und Stelle ausgesät werden, z. B. als Sichtschutz vor einer nicht so schönen Mauer. Wie die Ringelblumen erfreuen sie als Farbtupfer die Augen und können als Schnittblumen für den Altarschmuck verwendet werden. Pollenlose Sonnenblumensorten sind zwar als Schnittblumen praktischer dafür gibt es aber für die Bienen und anderen Insekten nur Nektar und keinen Blütenstaub (Pollen), mit dem sie die Brut füttern können.

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Mt 6,28-29