Biodiversität und Kirchen

Foto: Monika Schäfer-Penzoldt

Beschluss der EKD-Synode zum Schutz der Biodiversität am 12. November 2013:

In den Handlungsempfehlungen, die von den kirchlichen Umweltbeauftragten (agu) erarbeitet worden sind, heißt es

„Wir bitten kirchenleitende Gremien,

  • geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen zum Biodiversitätsschutz durchgängig sicherzustellen;
  • im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie beim Umgang mit Gewässern und auf an Gewässer angrenzenden Grundstücken die Richtlinien zur eigenen Bewirtschaftung oder Verpachtung anhand der hier vorgestellten Kriterien zu überprüfen,
  • die Friedhofssatzungen gegebenenfalls an die vorgestellten Überlegungen anzupassen,
  • sich auf landespolitischer Ebene für den Erhalt der Biodiversität einzusetzen.

Wir bitten die haupt- und ehrenamtlich Aktiven in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen,

  • eine Bestandsaufnahme der Gebäude und Außenanlagen im Blick auf mögliche Verbesserungen im Bereich Biodiversitätsschutz vorzunehmen und zumindest die leicht umzusetzenden Maßnahmen bald durchzuführen;
  • zu überlegen, wie das Thema Biodiversität in die Verkündigung und in die Bildungsarbeit der Gemeinde aufgenommen werden kann;
  • sofern nicht bereits geschehen, ein Umweltmanagement nach der Europäischen Umweltmanagement-Verordnung EMAS oder den Leitlinien des kirchlichen Umweltmanagements, des ‚Grünen Hahns‘ beziehungsweise des ‚Grünen Gockels‘ in absehbarer Zeit einzuführen, um die Umweltwirkungen der Gemeinde systematisch zu verbessern;
  • sich offen zu zeigen für gemeinsamen Umwelt- und Naturschutz außerhalb der kirchlichen Liegenschaften und Gebäude durch den Aufbau von Netzwerken mit den verschiedensten, auch außerkirchlichen Gruppen.“

Biodiversität und Kirchen - eine Empfehlung der kirchlichen Umweltbeauftragten
(Download 1,5 MB)