4. Woche: No Go für Papppötte, Plastiktüten und Co!

Frau mit Einkaufstüte aus Plastik

Mehrweg oder Einweg – das ist doch eine alte Diskussion! Könnte man meinen. Dennoch ist sie sehr aktuell: Beschichtete Einwegbecher für den Coffee-to-go, zunehmend Getränke in Kunststoffflaschen und eine Diskussion um Plastiktüten in allen Medien machen dies deutlich. Plastiktüten sind ein Symbol der weit verbreiteten Wegwerfmentalität geworden und schon jeder vierte Liter Kaffee wird außer Haus getrunken. Parallel zum „to-go-hipe“ wachsen die Klagen über achtlos weggeworfene Becher und Deckelchen in den Städten und in der Landschaft. Mit einer Woche „No Go für Papppötte, Plastiktüten und Co!" lenken Sie ganz nebenbei den Blick auch auf das eigene Einkaufsverhalten.

Im Durchschnitt der 27 EU-Staaten verbraucht jeder Bürger 198 Plastiktüten pro Jahr. Mit dem bisher produzierten Kunststoff könnte die Erde sechsmal komplett eingewickelt werden. Die jährlich in Deutschland verbrauchten Coffee-to- go-Becher ergeben mit Deckeln aufeinander gestapelt einen 300.000 km hohen Turm, der bis zum Mond reicht – oder 7-mal die Erde umrundet.

In Deutschland gibt es vergleichsweise geringe Probleme mit „gelittertem“ Müll. Doch einmal in der Umwelt können insbesondere sehr dünne Tüten über weite Strecken verweht werden. Und es dauert zwischen 100 und 500 Jahren - je nach Art des Kunststoffes - bis sich so eine Tüte wieder zersetzt hat.

Kunststoffe dominieren die Müllfunde in den Spülsäumen europäischer Meere. Weltweit gesehen besteht durchschnittlich dreiviertel des gefundenen Mülls in den Ozeanen aus Kunststoffen. Acht Millionen Tonnen davon gelangen jedes Jahr ins Meer, das entspricht einem Lastwagen voller Plastiktüten pro Minute. Ohne Verhaltensänderung könnte bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr Plastikmüll als Fische in den Weltmeeren schwimmen.

Das achtlose Wegwerfen von Plastiktüten beeinträchtigt nicht nur Ökosysteme und Lebewesen, sondern verursacht auch einen massiven Verlust an Ressourcen. So entsprechen die in der EU pro Jahr in Deponien entsorgten Plastiktüten der Stromproduktion von 1,6 Atomkraftwerken. Die Produktion der Einwegbecher verbraucht jährlich eine Energiemenge, mit der 100.000 Musterhaushalte mit Strom versorgt werden könnten.

Bewusster Verzicht auf Plastiktüten ist ein kleiner Schritt, und er ist gar nicht so schwer. Das Umweltbundesamt bestätigt: „Stofftaschen und andere Mehrweg-Behälter schneiden aus Umweltschutzsicht deutlich besser ab als alle Arten von Einwegtüten“. Also: "... kommt nicht in die Tüte!“
Und statt der Papppötte gibt es Mehrwegbecher in der gemeinsamen Aktion des Umweltbüros und des Wettbewerbes „Kirche macht was“ bestehen aus lebensmittelechtem PP und Bambus, Deckel aus Silikon. Vorübergehend können Sie diese über das Umweltbüro erhalten (Einzelbecher 5,00 €, ab 10 Becher 3,50 € - solange Vorrat reicht).
Bestellungen über Umweltdontospamme@gowaway.elk-wue.de

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Weitere Informationen:

Und zum Schmunzeln der Kurzclip – lassen Sie sich überraschen:
https://www.youtube.com/watch?v=Id5o7jZdoW8

Bild: pixabay.com