Urlaubssouvenirs - Artenschutz auf Reisen

Unbedachte Souvenirkäufe sowie die Entnahme von Pflanzen und Tieren aus der Natur gefährenden den Artenreichtum in der Natur.

Unbedachte Souvenirkäufe sowie die Entnahme von Pflanzen und Tieren aus der Natur gefährenden den Artenreichtum in der Natur.

Einkaufen im Urlaub macht Spaß. Man hat Zeit, man möchte sich selbst oder den Daheimgebliebenen etwas landestypisches als Erinnerung an den Urlaub mitbringen. Last but not least möchte man das lokale Handwerk unterstützen.

Dabei gilt es aber zu beachten, dass das Internationale Artenschutzabkommen (CITES) beachtet werden muss. Das Abkommen schützt gefährdete oder vor dem Aussterben bedrohte Arten, indem es die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Pflanzen, sowie Produkten aus diesen, streng einschränkt (behördliche Ein- und Ausfuhrgenehmigung notwendig) bzw. verbietet.

Achtung: Nicht alles, was in Urlaubsländern verkauft wird, entspricht dem Washingtoner Artenschutzabkommen!

Für Schnitzereien aus Elfenbein oder Walknochen, Gürtel aus Schlangenleder oder Traditionelle Medizin aus Afrika oder Asien mussten bedrohte Tiere ihr Leben lassen. Aber auch lebende Tiere wie Schildkröten, Pfeilgiftfrösche oder Pflanzen wie Orchideen, Ginseng, und Kakteen dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden. Ebenso Korallen (auch Korallenschmuck), bestimmte Muscheln und Gegenstände aus Tropenholz (Palisander, Sandelholz...) oder Schildpatt (Schildkröte). Findet der Zoll, immer häufiger unterstützt durch speziell ausgebildete Artenschutz-Spürhunde, diese Souvenirs im Gepäck, werden sie beschlagnahmt. Nicht immer kommt man mit einer Verwarnung davon, es kann auch Bußgeld und eine nicht unerhebliche Geldstrafe geben. Unwissenheit schützt in diesem Fall nicht vor Strafe.

Hier ein paar Beispiele für "Faire" Souvenirs (bitte achten Sie darauf, dass die Reiseandenken wirklich im Urlaubsland hergestellt wurden):

- landestypische Textilien (z. B. aus Wildseide oder Pflanzenfasern)
- Flechtarbeiten aus Pflanzenfasern (Hüte und Körbe)
- Souvenirs aus FSC-Holz
- Wohnaccessoires aus Kokosnuss
- Keramik- und Töpferwaren
- Glas- und Steinschmuck
- Malereien, Fotografien
- Schmiedearbeiten aus Draht und Blech (Recyclingkunst)
- Flasche Olivenöl oder Wein
- Patenschaftsurkunde für eine nur im Urlaubsland vorkommende Pflanzen- oder Tierart (wird von verschiedenen Umweltschutzorganisationen angeboten)
- Spende für ein örtliches Hilfsprojekt (z. B. von BROT FÜR DIE WELT)

Infos der Bundeszollverwaltung und das Bundesamt für Naturschutz finden Sie hier: http://www.artenschutz-online.de

Den Artenschutz unterstützen Sie auch, wenn Sie keine Delfinarien oder Walshows (z. B. in der Türkei oder in Thailand) besuchen. Auch Fotoshootings mit exotischen Tieren (z. B. mit Äffchen, Löwen- oder Tigerbabys) sollten Sie meiden, auch aus Tierschutzgründen.

Sie sollten keine Tiere (Hundewelpen, Terrarientiere...) auf Märkten kaufen, sonst unterstützten Sie die Strukturen, denn durch die Nachfrage wird das Angebot bestimmt. Nehmen Sie, um den Tieren zu helfen, lieber Kontakt zu örtlichen Tierschutzorganisationen auf.

Zacken-Erdschildkröten sind stark gefährdet, da sie in ihrer Heimat Asien für Medizin und Küche sowie für Heimtierhaltung gesammelt werden.

Zacken-Erdschildkröten sind stark gefährdet, da sie in ihrer Heimat Asien für Medizin und Küche sowie für Heimtierhaltung gesammelt werden.