Wildbienen - Geflügelte Gäste

Neben Wildbienen profitieren auch andere Insekten von naturnahen Gärten.

An Kirchengebäuden sowie auf den kircheneigenen Grünflächen kann man mit einfachen Mitteln Wildbienen ein Zuhause geben. Es ist recht einfach die Umgebung bienenfreundlicher zu gestalten. Schon eine kleine Freifläche, sogar ein Balkon, hilft die Vielfalt der Wildbienen zu erhalten. Auch dem menschlichen Auge tun solch „kleinen Paradiese“ gut. Wildbienennisthilfen sind schon mit relativ einfachen Hilfsmitteln zu basteln. Haben Sie mehr Zeit können Sie sogar ein ganzes Wildbienenhaus bauen. Das wäre z. B. ein Projekt für Kindergarten, Konfirmandenarbeit oder Seniorenkreise. Parallel zum Bau von Unterkünften macht es Sinn in der Umgebung das Nahrungsangebot für die Wildbienen (und damit auch für Schmetterlinge und andere Insekten) zu verbessern. In Deutschland gibt es über 550 Arten von Wildbienen, die nicht weniger nützlich sind für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen (Obst, Beeren, Tomaten…) als die Honigbiene. Die meisten Wildbienen bilden keine großen Staaten, viele leben solitär. Die weiblichen Tiere kümmern sich in diesem Fall ganz alleine um die Versorgung ihrer Brut. Wildbienen sind sehr friedfertig, stechen in der Regel auch nicht. Der Stachel ist zudem meist nicht stark genug um unsere Haut zu durchdringen. Viele dieser Arten ziehen ihre Nachkommen in Löchern und Hohlräumen auf, die sie in Lehmwänden, totem Holz, leeren Schneckenhäusern oder in hohlen Pflanzenstängeln finden. In diese Löcher tragen sie Blütenstaub und Nektar ein. Darauf wird in der Regel ein Ei gelegt, die schlüpfende Larve ernährt sich dann später von der eingetragenen Nahrung. Zum Schluss verschließt die Wildbiene die Öffnung mit wachsartigem Material.

Denn die Biene ist klein unter allem, was Flügel hat, und bringt doch die allersüsseste Frucht.

Sirach 11,3

 Praktische Hilfe

Insektenhaus

Wildbienenhaus