Klimaschutzmanagement in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Ressourcenverbrauch, Lebensstil und Konsumverhalten in den reichen Industrienationen führen zu starken Eingriffen in die Lebensgrundlagen aller Menschen. Wollten alle Menschen diesen Lebensstil übernehmen, bräuchten wir mehr als eine Erde. Die begrenzten Ressourcen und der immer noch hohe Bedarf an fossilen Energieträgern haben neben den ökologischen auch soziale und ökonomische Auswirkungen. Ökologische Fragen sind immer auch Fragen der Gerechtigkeit, auch gegenüber zukünftigen Generationen. Handeln ist also dringend geboten.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat sich das Ziel gesetzt, bis 2015 auf Basis der Werte von 2005 eine Einsparung von 25 Prozent der CO2-Emissionen zu erreichen. Es gilt zu überprüfen, in wie weit dieses Ziel erreicht wurde, das Klimaschutzkonzept für die kommenden Jahre fortzuschreiben und weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Ab Januar 2018 konnte für 5 Jahre eine Stelle für das Klimaschutzmanagement eingerichtet werden. Neben der Bilanzierung des CO2-Ausstoßes unserer Landeskirche sollen Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer Emissionsminderung in den Bereichen „Immobilien“,  "Mobilität", "Beschaffung" und „Ernährung“ führen und zur Bewusstseins- und Wissensbildung beitragen.

Die in Paris von der Weltgemeinschaft gefassten Beschlüsse sollen die Klimafolgen auf eine Temperaturerhöhung von 2° begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 90 Prozent verringert werden um die Folgen der Klimaveränderung  einzudämmen. Für unseren Gebäudebestand bedeutet dies z. B. den Energieverbrauch auf die Hälfte zu senken und von dem dann noch verbliebenen Energiebedarf 80 bis 90 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

Das Klimaschutzkonzept unserer Landeskirche fordert zu engagiertem Handeln auf. Ganz gleich ob Strombezug, Gebäudesanierung, Mobilitätsverhalten oder ökofaire Beschaffung: der Erfolg hängt von der Mitwirkung Vieler ab.

Landesbischof Frank Otfried July betonte in seinem Grußwort: "In jedem der drei großen Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung möchten wir noch besser werden. Die Mitarbeitenden in den Kirchengemeinden ermutige ich, weitere Schritte zu gehen. Manchmal sind es nur kleine Schritte, aber es ist wertvoll, das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu entwickeln, sich gegenseitig zu ermutigen und weiterzuarbeiten an der Bewahrung der Schöpfung, am Umwelt- und Klimaschutz macht viel aus."