Klimaschutzmanagement in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Die in Paris von der Weltgemeinschaft gefassten Beschlüsse sollen die Klimafolgen auf eine Temperaturerhöhung von 2° begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 90 Prozent verringert werden. Nur so können die Folgen der Klimaveränderung eingedämmt werden. Dies bedeutet, den Energieverbrauch auf die Hälfte zu senken und von dem dann noch verbliebenen Energiebedarf 80 bis 90 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

Im Januar 2018 wurde für 5 Jahre eine Stelle für das Klimaschutzmanagement eingerichtet. Mit der 1. Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts wurden in der Frühjahrstagung der Landessynode 2021 die Bilanzierung des CO2-Ausstoßes unserer Landeskirche vorgestellt, neue Ziele festgelegt und Maßnahmen festgelegt, die zu einer Emissionsminderung in den Bereichen "Immobilien", "Mobilität", "Beschaffung" und "Ernährung" führen und zur Bewusstseins- und Wissensbildung beitragen.

Das Klimaschutzkonzept unserer Landeskirche fordert zum engagierten Handeln auf - ganz gleich ob Strombezug, Gebäudesanierung, Mobilitätsverhalten oder ökofaire Beschaffung. Letztendlich aber wird der Erfolg davon bestimmt, dass die Umsetzung auf allen Ebenen erfolgt. So betonte Landesbischof Frank Otfried July in seinem Grußwort: "In jedem der drei großen Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung möchten wir noch besser werden. Die Mitarbeitenden in den Kirchengemeinden ermutige ich, weitere Schritte zu gehen. Manchmal sind es nur kleine Schritte, aber es ist wertvoll, das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu entwickeln, sich gegenseitig zu ermutigen und weiterzuarbeiten an der Bewahrung der Schöpfung, am Umwelt- und Klimaschutz macht viel aus."

Setzt man voraus, dass allen Menschen dieser Erde die gleiche Menge an CO2-Emissionen zusteht, so hat die Bevölkerung in Deutschland ihren Anteil an Emissionen schon weitgehend ausgeschöpft. Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssten wir bereits bis zum Jahr 2030 die Klimaneutralität erreichen. Dies ist auch der Grund, warum der Antrag auf ein Kirchengesetz Klimaneutralität der Landeskirche bis zum Jahr 2035, spätestens 2040 fordert.