Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hatte sich das Ziel gesetzt, bis 2015 auf Basis der Werte von 2005 eine Einsparung von 25 Prozent der CO2-Emissionen zu erreichen und dieses Ziel auch knapp erreicht.

In der Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde die Fortschreibung zum Klimaschutzkonzept öffentlich vorgestellt und ein Antrag auf ein Klimaschutzgesetz der Ev. Landeskirche Württemberg eingebracht.

Auf dem Weg zur klimaneutralen Kirche werden nachfolgende Zwischenschritte angestrebt:

  • 40 % weniger CO2-Emissionen bis zum Jahr 2025
  • 60 % weniger CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030
  • 80 % weniger CO2-Emissionen bis zum Jahr 2040
  • 90 – 95 % weniger CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050

 

Weiter werden folgende Ziele festgelegt:

  • Die Energieeinsparprogramme für die Gebäude werden fortgeführt und verstärkt. Diese Programme legen Einsparziele für die geförderten Maßnahmen fest zur Gebäudehülle bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen und die daran geknüpfte Vergabe von Finanzmitteln. Sie verbinden investive Optimierungsmaßnahmen mit Bildungsangeboten.
  • Heizanlagen werden (soweit möglich und technisch sinnvoll) ohne fossile Brennstoffe betrieben, die Umstellung wird gefördert und regenerativ erzeugter Strom soll bezogen werden. Mit dieser Maßnahme fördern und fordern wir den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.
  • Der bereits begonnene Ausbau digitaler Medien wie Arbeit im Homeoffice, Videokonferenzen und digitaler Postversand wird intensiviert. Ziel ist es, verstärkt Fahrten zu vermeiden, den Papierverbrauch zu reduzieren und Ressourcen zu sparen.
  • Mit Konzepten und finanziellen Anreizen werden neue Mobilitätsformen gefördert, die umwelt- und klimaverträglichere Alternativen zur bisherigen Mobilität darstellen. Ziel ist es, mit Anreizen den Wandel der Mobilität zu unterstützen.
  • In der neu gefassten Haushaltsordnung der Landeskirche ist die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Belange als Grundsatz nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns festgelegt. Dies wird auf allen Ebenen der Landeskirche bekannt gemacht und zur Umsetzung aufgerufen. Ziel ist eine nachhaltige, öko-fair-soziale Beschaffung in der Landeskirche.
  • Unsere Ernährung beeinflusst in erheblichem Maß die Größe des ökologischen Fußabdrucks. Es werden Bildungsangebote zu nachhaltigem Handeln in Landwirtschaft, Handel und Ernährung erarbeitet. Ziel ist eine nachhaltige Verpflegung in kirchlichen Einrichtungen und bei Veranstaltungen sowie ein wertschätzender und achtsamer Umgang mit Lebensmitteln.
  • In den verschiedenen Ebenen und Bereichen der Landeskirche werden Angebote für einen schöpfungstheologischen Diskurs geschaffen, die Fragen des schöpfungsverantwortlichen und klimagerechten Handelns aufgreifen. Ziel ist es, mit Fortbildungen und Materialien die schöpfungstheologische Diskussion in unterschiedlichen Zielgruppen anzuregen und zu unterstützen.
  • Es wird ein Kommunikationskonzept erstellt, das aufzeigt, wie die unterschiedlichen Zielgruppen wirksam über Inhalte und Ziele des Klimaschutzkonzeptes der Evangelischen Landeskirche in Württemberg informiert werden. Ziel ist es, die Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz in der Breite der Landeskirche zu unterstützen.