Wie funktionieren Klimaschutzkonzepte?

Alle Klimaschutzkonzepte bauen auf zwei wesentlichen Faktoren auf:

  • Der Energieverbrauch soll deutlich gesenkt werden - in den meisten Konzepten um etwa 50 % (in der Grafik die gelbe Fläche)
  • Der verbleibende Energiebedarf wird zukünftig durch Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe gedeckt (die grüne Fläche), die bei der gleichen Energiemenge einen deutlich geringeren Ausstoß an Treibhausgasen verursachen

Aus der Einsparung an Energie und den niedrigeren Emissionsfaktoren der neuen Energieträger resultiert der Rückgang der CO2-Emissionen auf 5 bis 10 % des ursprünglichen Ausstoßes aus dem Jahr 2005 und Klimaneutralität wird erreicht (blaues Feld in der Grafik). 
 

Klimaschutz ist machbar - am Beispiel der Umstellung im bundesdeutschen Strommix im Gebäudebereich

Für kirchliche und kommunale Klimaschutzkonzepte werden die CO2-Emissionen mit dem bundesdeutschen Strommix berechnet, auch wenn eine Kirchengemeinde Strom aus erneuerbaren Energien bezieht. Dies ist dadurch begründet, dass bisher mehr Ökostrom produziert wird, als über den Stromtarif nachgefragt wird. Im Ergebnis ändert sich die Zusammensetzung des deutschen Strommixes nicht, wenn ein weiterer Ökostromtarif abgeschlossen wird.

Durch die Zunahme an Wind- und PV-Strom werden sich die Emissionen des deutschen Stroms verändern. Während im Jahr 2005 für eine Kilowattstunde Strom noch 0,702 Kilogramm CO2-Äquivalent emittiert wurden, waren dies im Jahr 2015 nur noch 0,600 Kilogramm je Kilowattstunde. Durch die Zunahme der Erneuerbaren Energieträger (Energiewende) wird sich somit bei gleichbleibendem Energiebedarf die CO2-Minderung für den Stromverbrauch und Wärmebedarf (Elektrische Heizungen in den Kirchen) von den bereits erreichten 30 % auf 55 % erhöhen.
 

Dennoch wird die Veränderung im Strombereich nicht ausreichen. Um die Emissionen von der Hälfte auf 5 bis 10 % zu senken ist eine weitere Einsparung von 80 bis 90 % nötig. Das bedeutet, die ersten Prozente lassen sich relativ einfach erreichen, die letzten 10 % an Einsparungen werden dagegen deutlich schwieriger.