5 vor 12 für die Schöpfung – Kirche unterstützt weltweite Klimaschutz-Aktion

Globaler Klimastreik am 25. September 2020 – Die Bewahrung der Schöpfung steht im Mittelpunkt.

Am Freitag, den 25. September 2020 wird es wieder einen globalen Klimastreik geben, zu dem Fridays for future aufruft und an dem sich kirchliche Gruppen sichtbar und hörbar mit Aktionen beteiligen.

Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland sagt: „Wenn wir das Klima retten wollen, muss sich etwas ändern“. Für uns Christen ist es eine wichtige Aufgabe, Gottes Schöpfung zu bewahren. Es genügt nicht, nur von den Politikern Lösungen zu erwarten. Wir selbst müssen damit beginnen einen umweltverträglichen Lebensstil zu führen – privat, in den Kirchengemeinden, in der gesamten Gesellschaft.

„Klimabewusstsein jetzt! Weil wir die Welt lieben.“ fordert das ökumenische Netzwerk „Churches for Future“ und wie im vergangenen Jahr bitten wir Kirchengemeinden und deren Mitglieder um Unterstützung für die weltweiten Klimaschutz-Demonstrationen. Lassen Sie uns die Einladung der „Fridays for future“- Organisatoren mit Kreativität aufnehmen und als Kirche umsetzen.

Anregungen und Ideen für Aktivitäten von Kirchengemeinden

  • Suchen Sie Kontakt zu den örtlichen Organisationsgruppen von Fridays for Future und unterstützen Sie diese bei der Vorbereitung der Demonstration, indem Sie ihnen zum Beispiel Räumlichkeiten in Ihrer Gemeinde zur Verfügung stellen. Unterstützen Sie den Dialog zwischen Jung und Alt.
  • Nehmen Sie am 20. September 2020 in Ihren Gottesdiensten eine Klimafürbitte auf und weisen Sie in den Abkündigungen auf den Klimastreik hin. 
  • Laden Sie am 25. September zu einer Andacht ein und lassen Sie während dieser Andacht – soweit es technisch möglich ist – die Kirchturmuhren auf „fünf vor zwölf“ stehen, als Zeichen der Dringlichkeit der Klimakrise.
  • 350 PPM – LÄUTEN: läuten Sie entsprechend die Kirchenglocken - als symbolisches Zeichen dafür, dass die Kirche die Sorgen der Menschen um das Klima teilt und zur Besinnung mahnt. Die Zahl bezieht sich auf 350 ppm, die nach Ansicht vieler Wissenschaftler die Höchstgrenze für eine ungefährliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist. Inzwischen liegen wir über 400 PPM und die Folgen sind z. B. Dürren, Überschwemmungen und das Abschmelzen der Pole und Gletscher. Die Zahl 350 symbolisiert darüber hinaus 50 Schläge für jeden Tag der Schöpfung. 
  • Lassen Sie Ihre Kirchenglocken als „fünf-vor-zwölf-Läuten-für den-Klimaschutz“ zu Beginn der Demonstrationen läuten, wenn diese in ihrem Umfeld stattfinden.
  • Schalten Sie am Abend des 25. Septembers vergleichbar der Earth Hour die Beleuchtung und Anstrahlung von Kirchengebäuden aus.

Tipps für die Weiterarbeit und zur Vertiefung der Themen

Pilgern in der eigenen Kirchengemeinde
Der Klimapilgerweg für Vanuatu (ein Inselstaat im Südpazifik) wurde in Vorbereitung auf den Weltgebetstag erstellt und zeigt in 8 Stationen eindrücklich, wie das Land durch den Klimawandel betroffen ist und wie dies mit unserem Lebensstil zusammenhängt: https://www.frauen-efw.de/fileadmin/user_upload/Klimaweg_Vanuatu.pdf

Einen nachhaltigen Lebensstil umsetzen
Mit sieben thematischen Impulsen wollen wir Sie zum schöpfungsbewussten Handeln anregen. Probieren Sie's doch einfach mal aus! Weitere Infos

Schöpfungszeit wahrnehmen
In der Schöpfungszeit (1. September und dem 4. Oktober) beten wir für den Schutz der Schöpfung und besinnen wir uns auf unsere Verantwortung mit dem Ziel daraus praktische Taten folgen zu lassen. Die kommende Schöpfungszeit steht unter dem Schwerpunkt Lebensmittel.Wert.Schätzen. Ein Paket aus Hintergrundinformationen, Aktionsvorschlägen und liturgischen Bausteinen steht unter http://www.erntedank-heute.de/index.htm  zur Verfügung.

Klimawandel - Ein „Weiter so“ geht nicht
Viele Impulse sind auf der Website der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu finden. Sie setzt sich dafür ein, dass die Menschheit Wege findet, innerhalb der ökologischen und sozialen Grenzen unseres Planeten zu leben und den Klimawandel aufzuhalten.