7 Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil

Die Bewahrung der Schöpfung ist christlicher Auftrag

Im Konziliaren Prozess, der vom Ökumenischen Rat der Kirchen angestoßen wurde, waren sich die Kirchen in aller Welt einig, dass die Herausforderungen der Gegenwart drei wesentliche Aufgaben beinhalten: Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Lange haben wir Menschen uns als die Krone in Gottes Schöpfung verstanden, mit dem Recht, die Natur, die Pflanzen und die Tiere um uns herum zu beherrschen, zu nutzen, sie uns zu unterwerfen und auszubeuten. Es ist an der Zeit, uns als Teil der gesamten Schöpfung wahrzunehmen, eingebettet in das Ökosystems „Erde“ mit seiner von Gott geschaffenen Vielfalt.

Dies beinhaltet eine Umkehr im Umgang mit unserer Umwelt:
•    dass wir die Treibhausgase verringern, die den Klimawandel verursachen
•    dass wir die Plastikflut stoppen, die unsere Meere verschmutzen
•    dass wir die Artenvielfalt erhalten
aus Achtung vor Gottes Schöpfung, aus Liebe zu unseren Kindern und im Namen der Gerechtigkeit gegenüber den Menschen im armen Süden, die heute schon unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden.

Wir überschreiten die ökologischen Belastbarkeitsgrenzen unserer Erde in zerstörerischer Weise, anstatt verantwortlich und sparsam mit den endlichen Gütern umzugehen. Der Umweltrat der Evangelischen Landeskirche wirbt daher in seinem Impulspapier „Wachstum neu denken“ für eine Wirtschaft der Genügsamkeit.

Wir wollen Sie zum Nachdenken und Ausprobieren anregen. Wir sind vermutlich die letzte Generation, die noch die Möglichkeit zum Handeln zur Bewahrung der Schöpfung hat. Wenn wir die gesetzten Klimaschutzziele nicht erreichen, sind die heutigen Flüchtlingsströme erst der Anfang.

Bedacht und achtsam mit Gottes Schöpfung umzugehen, ist Aufgabe der Landeskirche, aber auch jeder Kirchengemeinde. Letztendlich aber beginnt diese Achtsamkeit bei einem jedem und einer jeden EINZELNEN von uns.