Das Konzept planetarischer Leitplanken

Wie können wir weltweit eine nachhaltige, "enkeltaugliche" Entwicklung ermöglichen, ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden, und welche Schäden gilt es zu vermeiden? Das hat sich der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) gefragt. Dafür hat er „Planetarische Leitplanken“ definiert, die helfen, den nötigen Abstand von solchen existenziellen Schäden zu halten.

Was sich hinter dem Konzept der "planetarischen Leitplanken" verbirgt, erklärt der WBGU in einem kurzen Filmbeitrag: => Kurzfilm.

 

 

Planetaren Grenzen bereits überschritten

Quelle: Nach Will Steffen u.a., Aktualisierung 2015

Für 9 kritische biophysikalische Stoffkreisläufe wurden die planetaren Grenzen der menschlichen Belastung des „Systems Erde“ definiert. Jenseits dieser Grenzen drohen abrupte, globale Umweltveränderungen. Darüber, wie viel das System Erde genau wegstecken kann, bevor es kippt, lässt sich trefflich streiten. Klar ist, in 4 von insgesamt 9 Bereichen befinden wir uns bereits deutlich jenseits des sicheren Betriebsbereiches: beim Klimawandel, Biodiversitätsverlust, dem Eintragen von Stickstoff und Phosphor in die Biosphäre und Landnutzungsänderungen. Hier und für weitere der neun kritischen Systeme sind vor allem die Art und Weise unserer Agrar- und Lebensmittelproduktion mit entscheidende Faktoren.